Ein Fahrrad ähnlich unkompliziert zu mieten wie ein Car2Go/DriveNow ist kein gängiges Konzept – bisher. In einer fremden Stadt kann man heutzutage sehr viele Anbieter nutzen um von A nach B zu kommen. Auch Fahrräder kann man so mieten. Was jedoch, wenn man ein Rennrad / MTB oder sonstiges spezielles Rad haben möchte? So ging es mir, als ich in München eine Tour mit einem Freund machen wollte. Fündig wurde ich bei List’n’Ride.

Naiv glaubte ich, dass es eine große Szene zum Vermieten von Rennrädern geben würde. Schließlich mietet man in der Alpenregion doch auch überall Mountainbikes. Einige Recherche und Telefonate mit Fahrradvermietern und -Händlern später musste ich jedoch schnell feststellen, dass die Sache nicht einfach werden würde. Bis ich irgendwann über listnride.de gestoßen bin. Fahrräder von Privat mieten und mit seinem Zweirad nebenbei Geld verdienen, so die Idee der Website.

Denn listnride.de bringt Suchende und (private) Vermieter zusammen. Ein geniales Konzept, denn das Rad ist auch versichert. Für eine Pauschale kann man so ein Rennrad mit High-End Ausstattung buchen. Und als Vermieter kann man mit Rädern Geld verdienen, wenn diese sowieso nur im Keller stehen würden (für alle n+1 Radbesitzer).

List’n’Ride im Einsatz

Genutzt habe ich den Service nun zwei Mal. Einmal für ein Rennrad und einmal mit einem Mountainbike. Beide Male war ich sehr zufrieden, denn der Service war unkompliziert und alles hat super geklappt.

Der Vermieter kann im besten Fall sein Rad mit einem Zahlenschloss an einem abgestimmten Ort abschließen. Mit dem Code konnte ich dann mein Rad zu einer beliebigen Uhrzeit abholen und wieder abgeben.

Im Fall des Rennrads hatte ich sogar dank eines Zufalls genau das Angebot gewählt, das zufällig von einem der Gründer des Portals angeboten wurde. So konnte ich auch kurz über die Idee des Portals erfahren und austauschen.

Die Ausstattung

Jedes angebotene Rad kommt mit einer Beschreibung, so dass man weiß, was einen erwartet. In meinem Fall war es ein neues TREK mit Shimano Di2 Dura Ace, was besonders viel Spaß gemacht hat. Beim MTB hatte ich nicht ganz so viel Glück, denn die Scheibenbremsen waren laut und das Rad auch eher Einsteiger-Material. Da muss man dann schon etwas aufpassen, dass man auch einen Blick auf die Fahrtüchtigkeit hat.

Fazit

Ein tolles Angebot, wie ich finde und würde es weiterempfehlen. Habe aber lange nichts mehr davon gehört, deshalb wäre es schade, wenn das Startup sich nicht durchsetzt.