Die richtige Rahmenhöhe bei Fahrrädern ist ausschlaggebend für den „Wohlfühlfaktor“ beim Radeln. Für das Vorgehen zur Ermittlung der richtigen Fahrrad Rahmengröße gibt es verschiedene Ansätze. Je nach Fahrradtyp ist dieser ein wenig unterschiedlich. Zudem kursieren im Internet viele verschiedene Maßstäbe – wir räumen auf und zeigen Euch alles, was Ihr wissen müsst.

Für welches Rad interessiert ihr euch?

Falsche Zahlen – Falsche Rechner – Falsche Herstellerangaben

Vorsicht! Schnell kann euch ein Rahmenhöhen-Rechner eine Zahl ausspucken. Doch diese kann Euch täuschen. Denn fast alle modernen Räder weichen vom klassischen Diamant-Rahmen-Modell ab. Zum perfekten Ergebnis kommt Ihr so:

  1. Schrittlänge ermitteln und ungefähre Rahmenhöhe bestimmen.
    Wer hier Schluss macht, wird nur mit etwas Glück einen gut sitzenden Rahmen finden. Wir empfehlen: beschäftigt Euch intensiv mit Punkt 2 und 3, wenn das Rad wirklich zu Euch passen soll.
  2. Findet heraus welche individuelle Sitzposition für Euch optimal ist. Seid Ihr sportlich oder wollt Ihr komfortabel fahren? Seid Ihr eher ein Sitzriese oder Langbeiner?
  3. Versteht den Stack/Reach Ansatz, passt beim Sloping auf und lasst Euch von falschen Herstellerangaben nicht blenden. Lest dazu alle Details weiter im Text.

Eins gilt für alle Arten des Fahrrads: Probieren geht über studieren. Wer sich mit dem Thema ein wenig näher auseinandergesetzt hat, wird wissen, dass auch persönliche Vorlieben eine große Rolle spielen. Deshalb lohnt es sich immer, vor dem Kauf Probe zu fahren. Und nur durch eigene Erfahrungen auf dem Fahrrad lässt sich mit absoluter Gewissheit sagen, welche Rahmengeometrie zum individuellen Körpertyp passt.

Zuerst werden wir ein paar allgemeine Tipps zur richtigen Rahmenhöhe am Fahrrad geben (→ Kinderfahrrad Größe berechnen). Zum Schluss beschäftigen wir uns ausführlich mit dem neuen Stack/Reach-Ansatz, das für alle Radtypen universell anwendbar ist und auch beim Bikefitting verwendet wird.

Für alle die noch viel viel tiefer ins Thema einsteigen möchten, hier findet ihr einen großen Artikel zum Thema:

Welche Größen am Rahmen gibt es?

Die wichtigsten Größen sind die Rahmenhöhe, Schrittlänge, Stack, Reach, Radstand… der Reihe nach hier die Definitionen und wieso diese Werte wichtig sind.

Definition Rahmenhöhe und Sloping

Rahmenhöhe ist das klassische Maß für die Größe eines Fahrrads. Die Rahmenhöhe gibt theoretisch den Wert von Mitte Tretlager bis Ende Sitzrohr an. Rahmenhöhe ist eigentlich nur in dem Sinne wichtig, da die Oberrohrlänge (und somit der Abstand vom Sattel zum Lenker) proportional zur Rahmenhöhe steigt.

Zudem hat sich in der modernen Fahrradwirtschaft etabliert, die Rahmen nach hinten abfallend zu bauen (Sloping) – deshalb gibt Rahmenhöhe eben nur noch einen theoretischen Wert an. Nun wird die tatsächliche Länge des Sitzrohrs kürzer. Obwohl der Rahmen von der Geometrie her nicht kleiner wird.

Mit dem abfallenden Oberrohr wird das Sitzrohr kürzer, und damit die gemessene Rahmenhöhe. Jedoch ist ausschlaggebend, wie hoch die theoretische Rahmenhöhe bei geradem Oberrohr wäre. Desto stärker das Sloping, desto mehr muss beim Rechnen korrigiert werden.

Hersteller von Rahmen geben (fast) immer die Größe (b) an, nicht die relevante Größe (a). Die meisten Online-Rechner berücksichtigen diese Tatsache. Jedoch ist das dann immer eine Schätzung, da nicht alle Mountainbikes, Rennräder usw. den gleichen Winkel im Sloping haben.

Definition Schrittlänge

Die Schrittlänge definiert den Abstand von Fußsohle bis zum Schritt, gemessen in cm. Jeder hat eine kürzere oder längere Schrittlänge ganz unabhängig von der Körpergröße. Manche Menschen haben proportional längere Beine zur Körpergröße als andere. Deshalb seid Euch nicht zu schade, die Schrittlänge zu ermitteln statt nur der Körpergröße (siehe im Schritt unten).

Wieso die wichtig ist? Nun, bedenken wir nochmal die Tatsache, dass Oberrohrlänge im Verhältnis zur Rahmenhöhe des Fahrrads steht. Nehmen wir an, wir haben es mit einem „Langbeiner“ zu tun – obwohl man über eine relativ hohe Schrittlänge verfügt, so sinkt doch gleichzeitig die relative Höhe von Torso und Oberkörper. Beim Fahrrad jedoch steigt die Oberrohrlänge bei einer höheren Rahmenhöhe. Das heißt, wenn man seine eigene körperliche Einzigartigkeit nicht berücksichtigt, kann man hier einen großen Fehler machen. So würde es sich für einen Langbeiner eher lohnen, zu einer kleineren Rahmengröße zu greifen und dafür den Sattel anzupassen.

Definition Stack und Reach am Fahrrad

Mit diesem neuen Ansatz lassen sich die Rahmen aller Hersteller vergleichen. Denn hier hat das Sloping keine Chance, uns einen Strich durch die Rechnung zu machen. Deshalb hat sich gerade beim Bike Fitting das Thema etabliert – wo es darum geht, möglichst exakt die passende individuelle Sitzposition zu finden.

Stack und Reach haben wir in einem eigenen Kapitel am Ende dieses Beitrags nochmal ausführlich behandelt.

Rahmenhöhe S, M, L und XL – was bedeuten diese Größen

Oft geben Fahrradhersteller ihre Fahrradgrößen auch in Kleidergrößen wie S, M, L und XL an – manchmal ist dies sogar die einzige Größenangabe für die Fahrradgrößen. Für welche Körpergröße sich welche Fahrradgröße eignet, kann von Hersteller zu Hersteller schwanken – beispielsweise entspricht manchmal ein Rahmen der Höhe M einem anderem Rahmen der Höhe L oder auch umgekehrt. Manchmal findet sich daher zusätzlich auch gleich eine bestimmte Angabe, wie hoch der Fahrer sein sollte (z.B. zwischen 175cm und 185cm). Wenn nicht, sollte man sich beim Hersteller des Fahrrads bzw. beim Hersteller des Rahmens informieren und notfalls beim Händler nachfragen.

Alles in allem sind solche Größenangaben aber nur ganz grobe Schätzwerte. Wenn man das Fahrradfahren ernst meint und es öfter als alle paar Monate praktiziert, sollte man sich näher mit den Rahmengeometrie-Werten befassen.

Rahmenhöhe berechnen – wie ermittle ich den optimalen Wert?

Hier kannst du deine optimale Rahmenhöhe berechnet bekommen. Für unseren Rechner benötigst Du nur zwei Kriterien: deine Schrittlänge und deinen gewünschten Fahrradtyp. Damit erhältst Du einen Richtwert, den du je nach individuellen Vorlieben noch auf- oder abrunden kannst. Im weiteren Verlauf dieses Beitrags erklären wir dir, wie Du beim Messen vorgehst und was man sonst noch wissen sollte, wenn man die genaue Rahmenhöhe messen möchte.

Allgemeine Ermittlung der Rahmenhöhe eines Fahrrads

Messe deine Schrittlänge und multipliziere diesen Wert mit 0,226. So errechnet man sich die theoretische Rahmenhöhe in Zoll (1 Zoll = 2,54 cm). Wenn der errechnete Wert zwischen zwei Rahmengrößen liegt, sollte man bei sportlicher Fahrweise eher den kleineren Rahmen, bei einer gemächlichen oder tourenorientierten Fahrweise eher den größeren Rahmen wählen.

Rahmenhöhe messen – Fahrradgröße bestimmen

An dieser Stelle möchten wir dir alle Infos geben, die du brauchst, um deine passende Rahmenhöhe selber herauszufinden.

So messe ich die Schrittlänge korrekt

Schrittlänge korrekt ermitteln
a: Schrittlänge ist die Entfernung von Boden (Ferse) zum Schritt.

Die Schrittlänge sollte sehr genau gemessen werden, damit das errechnete Ergebnis auch wirklich eine realitätsnahe Aussage zur richtigen Rahmengröße des Fahrrads geben kann. Desto größer die Abweichung ist, desto ungenauer ist der errechnete Wert.

Eure Schrittlänge sollte ein Wert von ca. 65cm bis 95cm sein. Durchschnittlich steigt die Schrittlänge mit der Körpergröße, siehe folgendes Diagramm (ungefähre Schätzung).

Schrittlänge und Körpergröße im Durchschnitt
Seid ihr im Durchschnitt oder eher ein Sitzriese oder Langbeiner?

Die errechnete Rahmengröße dient letztendlich allerdings nur als Orientierungshilfe.

Am besten stellt Ihr Euch barfuss an eine gerade Wand oder Tür. Dann presst Ihr Euch (wirklich pressen) ein Buch zwischen die Beine. Das Buch muss so anliegen, als ob Ihr auf einem Fahrradsattel sitzen würdet. Nun messt Ihr von der Oberkante des Buches bis auf den Boden. Am Besten lasst Ihr Euch dabei helfen – denn gleichzeitig pressen und messen ist gar nicht so einfach.

Fahrposition

Nun beschäftigen wir uns mit dem letzten entscheidenden Thema. Die Fahrposition ist nach eurer Größe der zweite wichtige Faktor in der Gleichung. Schließlich kann einem 1,86m großem Fahrer mit 88cm Schrittlänge auf dem Rennrad eine andere Rahmenhöhe empfohlen werden als auf einem Trekkingrad.

Wie sportlich möchtet ihr sitzen?

In unserem Diagramm gibt es drei Abstufungen von sehr sportlich (Rennrad / Triathlon) zu Sportlich zu Bequem. Je nach eurer Größe (Einteilung der Schrittlänge in Sitzriese, durchschnittliche Länge und Langbeiner) und eurer gewünschten Fahrposition ergeben sich diese Werte:

  • Sehr sportlich sitzt man mit einem Stack/Reach Verhältnis von weniger als 1,4
  • Sportliche Haltung ohne Verrenkung hat man bei einem Stack/Reach Verhältnis von 1,4 bis 1,55
  • Bequemer sitzt man bei einem Stack/Reach Verhältnis von 1,55 und höher

Mehr zu Stack/Reach lest ihr weiter unten im Beitrag.

Tipps für’s perfekt sitzende Rad

Folgende Tipps haben wir für dich, wenn Du noch unschlüssig bist.

  • Jedes Rad jeglicher Größe kann weiter angepasst werden. Ein längerer Vorbau und die flexible Sattelstütze (Höhe des Sattels) geben dir weiterhin viel Spielraum, auch wenn das Rad nicht auf den cm genau zu dir passt.
  • Denke daran, dass ein kleinerer Rahmen eher sportlich ist und ein größerer Rahmen besser für Touren geeignet ist. Praktisch jeder von uns liegt zwischen zwei Rahmenhöhen und kann seinen Wert entweder auf- oder abrunden – je nachdem, welche Ziele und Ambitionen man persönlich hat.

Rahmenhöhe Mountainbike

Mehr Infos zur MTB Rahmenhöhe findest Du im eigenen Artikel dazu.

Rahmenhöhe am Rennrad

Mehr Infos zur Rennrad Rahmenhöhe findest Du im eigenen Artikel dazu.

Rahmenhöhe am Cyclocross Rad

Bei der speziellen Rennrad-Gattung Cyclocross wird eine ähnliche Sitzposition angestrebt wie beim Rennrad. Jedoch sitzt man auf dem Cyclocross entweder etwas bequemer, weil man eine lange Tour plant, oder sportlicher, wenn man kurze Touren durch den Wald macht. Nehmt also je nach Zielsetzung ein Rad mit einer Nummer kleiner oder größer. Aber im Prinzip wird die Rahmengröße wie auch beim Rennrad berechnet, also z.B. 80cm * 0,665 = 53cm (optimale Rahmenhöhe). Auch hier gilt die Regel, dass ein kleines Rad (z.B. 52cm Rahmenhöhe) für die sportliche Fahrweise besser geeignet wäre. Für lange Touren sollte in diesem Fall das nächstgrößere Rad genommen werden, z.B. 55cm Rahmenhöhe – je nachdem, wie das aktuelle Angebot im Handel aussieht.

Siehe auch mehr Infos zur Rennrad Rahmenhöhe.

Rahmenhöhe Fitnessbike / Trekkingrad / Crossrad

Die optimale Rahmenhöhe für ein Alltagsrad, wie Fitnessbikes, Trekkingräder und Crossräder meist benutzt werden, ist leider sehr schwer zu bestimmen. Jeder Händler und jeder Hersteller nutzt andere Berechnungen dafür. Die Wünsche und Gewohnheiten des Fahrers gehen nämlich bei keinem anderem Fahrrad-Typ so weit auseinander. Viele Trekkingräder werden als Stadträder benutzt und viele Alltagsradler bevorzugen eine komfortable Sitzhaltung. Ein Crossbike kann von der Rahmengeometrie aber auch schon Richtung Rennrad gehen und den Fahrer in eine horizontalere Sitzhaltung bringen.

Teilweise wird die optimale Rahmenhöhe für Trekkingräder mit Rennrädern gleichgesetzt. Öfters wird beim Trekkingrad aber eine Rahmenhöhe vorgeschlagen, die ein oder zwei Zentimeter kleiner wäre als bei einem Rennrad. Oft kommt es wiederum vor, dass Trekkingradfahrer ganze zwei oder drei Größen über ihrer „Idealgröße“ fahren und damit zufrieden sind. Generell gilt: Mit einem größerem Rahmen sitzt man komfortabler, mit einem kleinen Rahmen sitzt man sportlicher.

Mehr Infos zur perfekten Rahmenhöhe für Trekkingräder findest Du im eigenen Artikel hierzu.

Rahmenhöhe Stadtrad

Ein Stadtrad zeichnet sich durch die aufrechte Sitzposition aus. Diese ist für kurze Wege in der Stadt optimal. Deshalb empfiehlt sich hier für eine aufrechte Position die errechnete Rahmenhöhe nach oben aufzurunden.

Multipliziert den Wert eurer Schrittlänge mit 0,65. Damit ergibt sich die optimale Rahmenhöhe für das City-Rad (Stadtrad). Bei einer Schrittlänge von 82cm ergibt das eine optimale Rahmenhöhe von 53cm. Wählt also ein Rad mit dieser Rahmenhöhe oder eine Nummer größer (bis zu 2cm).

Die Körpergrößen sind lediglich Richtwerte. Je nachdem ob Sitzriese oder nicht, kann das von der Realität abweichen!

Stack und Reach – Das neue und präzise Verfahren

Dieser neue Ansatz aus dem Bikefitting ist die präziseste Methode, um einen passenden Rahmen zu finden. Denn unabhängig von der individuellen Rahmengeometrie des Fahrradtyps und Modells, errechnet man hier die relative Position von Beinen und Armen des Fahrers in der Sitzposition.

Gemessen wird die senkrechte Höhe von Mitte-Tretlager bis Lenker (Stack).

Die waagrechte Entfernung von Mitte-Tretlager bis Lenker (Reach) gibt die Länge an.

Achtung

Häufig geben Hersteller von Rahmen nur den Stack und Reach bis zum obersten Punkt des Steuerrohrs an. Das ist logisch, denn der Rahmenhersteller kann nicht wissen, an welcher Stelle später der Vorbau endet und wie lang dieser ist. In manchen Beiträgen oder Bildern verweisen wir auch auf diese Messvariante. Prinzipiell sind beide Möglichkeiten richtig aber die Variante bis Lenker eben präziser. Bei der Variante bis zum Steuerrohr kann man aber flexibel die Länge, Winkel und Höhe des Steuersatzes herumspielen um einige Millimeter Spielraum zu haben.

Das ist eigentlich auch schon der ganze Zauber der Rahmengeometrie – in zwei numerischen Werten. Zur Bestimmung der idealen Sitzposition benötigt der Radfahrer eigentlich nur noch horizontale und vertikale Position des Sattels im Vergleich zum Tretlager.

Es ist jedoch schwierig, alleine die passenden Werte zu finden. Stack und Reach kommen nun mal aus dem Bikefitting und da geht es um Perfektionismus – nicht nur Rahmengeometrie, sondern auch Körpergeometrie wird hier beachtet. Nur in einer individuellen Sitzpositionsanalyse kann man wirklich herausfinden, welche Relation von Stack und Reach zu der individuellen Körperform, Beweglichkeit und Fahrverhalten des Fahrers passt. Trotzdem hat sich eine Faustregel etabliert für die Bestimmung von Stack und Reach, die wir im Folgenden vorstellen.

Selber Stack und Reach bestimmen

Wer nun auch ohne ein Bikefitting Stack und Reach bestimmen möchte, für den haben wir hier folgende Faustregel. Damit lässt sich das passende Fahrrad anhand von Schrittlänge und Sitzriese/Langbeiner schon ziemlich präzise bestimmen. Zumindest erhält man einen Anhaltspunkt, der universeller und genauer ist als bei der traditionellen Berechnung von Rahmenhöhe.

Die universelle Faustregel für die Berechnung des Stacks lautet:

S (Schrittlänge) x 0,69 = Stack

Das ist schon mal ganz einleuchtend, da Stack die Distanz vom Sitz zum Pedal angibt. Die Formel zur Berechnung von Reach ist etwas komplizierter:

Stack : StR-Quotient = Reach

Man benötigt also zuerst den Stack-Wert und teilt ihn dann durch einen theoretischen StR-Quotienten (Stack-to-Reach-Quotient). Manche Formeln setzen für diesen Quotienten einfach den Wert 1,5 ein – dies ist aber lediglich der „Durchschnittswert“, also für einen „Standard“-Menschen gedacht.

Der individuelle Stack-to-Reach-Quotient

Wir verwenden deshalb einen individuellen StR-Quotienten. Diesen bestimmt Ihr anhand zweier Faktoren:

  • Sportlich oder Gemütlich. Für Sportliche Fahrer sollte sich der Quotient zwischen 1,35 und 1,45 bewegen. Ein Quotient zwischen 1,45 und 1,55 steht für eine gemäßigtere, aber immer noch dynamische Fahrweise. Ein Quotient zwischen 1,55 und 1,7 eignet sich für eine komfortable Fahrweise, also auf dem Stadtrad etwa.
  • Sitzriese oder Langbeiner. Ein Sitzriese sollte seinen Quotienten nun am unteren Spektrum ansiedeln, während der Langbeiner zum höheren Spektrum gehen sollte. Je nachdem, wie stark man von der „Norm“ abweicht, geht man höher oder tiefer.
Mit dem passenden Stack-to-Reach-Quotienten sitzt Ihr perfekt im Sattel

Nehmen wir als Beispiel einen Langbeiner, der auf eine gemäßigte Fahrweise setzt. Damit eignet sich ein StR-Quotient von 1,55. Es kann aber auch Sinn machen, einen noch höheren Quotienten zu verwenden. Wie gesagt handelt es sich hier nur um eine Faustregel – noch dazu benutzt man zwei Faktoren, die man beide nur schwer mit einem genauen Wert benennen kann.

Stack-to-Reach-Quotient am Fahrrad

Alternativ nimmt man Stack und Reach von einem Fahrrad – falls vorhanden – und berechnet daran den StR-Quotienten des Fahrrads, indem man Stack durch Reach teilt. Dadurch weiß man, ob sich das Fahrrad für eine sportliche oder gemütliche Fahrweise eignet und ob die Rahmengeometrie eher zu einem Sitzriesen oder einem Langbeiner passt.

Habt Ihr noch weitere Tipps, wie Ihr die richtige Rahmenhöhe ermittelt habt? Schreibt sie uns gerne in den Kommentaren.

Noch mehr Tipps und Beiträge

Neben der reinen theoretischen Herangehensweise könnt ihr in folgendem ausführlichen Artikel mehr über die Ergonomie am Rad erfahen.