Ehrlich betrachtet haben die wenigsten Fahrradfahrer den großen Raum um mehrere Fahrräder (und den restlichen Haushalt) sicher unterzubringen und gleichzeitig noch einen Ort zum Basteln zu haben. Mit Werkbank und hübsch sortiertem Werkzeug an einer Lochwand. Eher noch endet das Ganze in einer Flur-Werkstatt, die von Mitbewohnern ohne großes Verständnis eher skeptisch angesehen wird. Inspiriert von anderen Radfanatikern habe ich mich aber auf den Weg gemacht das Problem zu lösen. Durch eine minimalistische Fahrradaufbewahrung und -Werkstatt in einem kleinen Kellerabteil.

Mit Licht und etwas mehr Platz könnte das ganze sogar Ausbaustufen haben, die einer Profi-Werkstatt gerecht werden. Seht das folgende Projekt also als Idee und Inspiration für ein eigenes Projekt. Ich freue mich nämlich sehr über Nachahmer und eure Tipps und Kommentare unter dem Beitrag!

Basics – Idee und Grundlagen

Was gehört eigentlich in eine Fahrradwerkstatt? Über die Auswahl des Werkzeugs (Fahrradwerkzeug) hatten wir kürzlich berichtet. Im Prinzip geht es mir in diesem Projekt um folgende Punkte:

Auch wenn ich nicht alle Punkte aus meinem Lastenheft abhaken kann. So konzentriere ich mich auf die wesentlichen Punkte: Aufbewahrung und kleiner Raum mit schnellem Zugriff zu Werkzeug und einen Montageständer.

Aufbau und Anleitung

Grobe Skizze der Konstruktion, die sich mit variablen Fußstützen gegen die Decke drückt. Links ist Platz für eine Lochwand mit Werkzeug und rechts sollen auf Haken die Fahrräder Platz finden.

Meine Idee zum Aufbau basiert auf der Annahme, dass wir keine Löcher in die Wand setzen können. Deshalb wird ein Konstruktion aus Kanthölzern an die Wand gebracht. Diese stützt sich über höhenverstellbare Füße (Pfostenträger). Vorteil ist, dass sämtliche Fixierpunkte nicht mehr an der Wand, sondern direkt an der Holzkonstruktion angebracht werden. Es ist einfacher Löcher und Spax-Schrauben in Holz zu versenken als für jeden Haken mehrere Löcher in Stahlbeton zu bohren.

Einkaufsliste für den Baumarkt:

Bauanleitung

Der Aufbau geht mit überschaubarem Aufwand. Die Kanthölzer werden zu einer Gitter- bzw. rechteckigen -Konstruktion zusammengeschraubt. Über Stützfüße wird das Ganze fixiert, ganz ohne ein Loch in der Wand.

Fazit

Das Projekt hat viel Spaß gemacht, aber es war doch mehr Aufwand als ursprünglich gedacht. Ohne Akkuschrauber wäre diese Aktion auch nicht machbar gewesen, die Zahl der verwendeten Schrauben ist extrem hoch. Dabei müssen auch einige Schrauben von mehr als 10mm Länge eingespaxt werden.

Insgesamt ist die Konstruktion sehr stabil und selbst bei vier Rädern hält diese Bombenfest an Ort und Stelle. Mehr als vier Haken gingen jedoch nicht, die restlichen Räder mussten dann doch anders untergebracht werden.

Die Idee zu dieser Konstruktion hatte ich übrigens hier: https://www.youtube.com/watch?v=h8M23Ai9SD8&t=301s

Ist diese Konstruktion euch zu aufwändig? Wie verstaut ihr eure Räder?

Auch eine Lösung: Einfach einen Querbalken einziehen und die Räder am Sattel aufhängen. Diese Option bleibt für die restlichen Räder offen, die keinen Platz an der Wand gefunden haben.
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