Der Elemnt Bolt hat schon 2016 sein Debüt gefeiert. Und damals den Markt der Fahrradcomputer ordentlich aufgewirbelt. Zum ersten Mal wurde ein GPS Computer speziell für Rennradfahrer entwickelt. Und war dabei aufs Wesentliche reduziert und gleichzeitig einfach in der Bedienung. Mit einem umfangreichen Funktionsumfang. Egal ob man Navigieren möchte, Segmente auf Strava jagen oder ein Training absolvieren. In diesem Langzeittest berichte ich über genau diese Funktionen.

Seit knapp 4 Jahren benutze ich meinen Elemnt Bolt regelmäßig. Für mehrtägige Bikepacking Touren als auch kurze Ausfahrten auf dem Deich. Der Bolt hat seine Stärken und Schwächen. Dabei ein sehr scharfes Profil, was er sein möchte und was nicht.

Elemnt Bolt im Marktvergleich

Wo genau steht der kleine Bolt im Markt? Positionieren wir ihn mal auf der Landkarte, hier mal eine Abgrenzung der groben Kategorien für GPS Radcomputer.

GerätekategorieBasis-Sensoren
NavigationVerknüpfbarkeit
Darstellung / DisplayExtras
Features - Geschwindigkeit
- Entfernung
- Tourendaten
- GPS
- Alternative Positionssysteme (GLONAS, usw.)
- Social-Media Verlinkung
- Datenaustausch mit Trainingsanalyse-Tools
- Farbdisplay
- Displaygröße
- Touch-Display
- eigene SIM-Karte für Live-Datenaustausch
Basis - Unterste Klasse
(10-20€)
Level 1 - Basisnavigation
(20-100€)
Level 2 - Standard
(150-250€)
Level 3 - Advanced
(250-350€)
Flagship - Leading Edge
(> 350€)

Nach dieser Gruppierung wäre der Bolt Level 2. Also ein Produkt aus dem Mittelfeld, nicht zu abgehoben aber doch die meisten Features die es braucht. Ein kleines Display und reduziert aufs Wesentliche. Im Preis auch gutes Mittelfeld.

Folgende Geräte befinden in der gleichen Kategorie. Schaut euch diese also auch gerne mal an: Hammerhead Karoo (nicht ganz die gleiche Kategorie, da er deutlich größer/umfangreicher/teurer ist), Garmin Edge 530, Sigma Rox oder Stages M50/L50. Diese fallen ungefähr alle in das gleiche Preissegment und Funktionsumfang wie der Bolt.

Im Funktionsumfang des Bolts liegen folgende Features.

FeatureElemnt Bolt
Erstvorstellung14.03.2017
GPS FunktionenGPS, GLONASS, Galileo
DatenverbindungenWLAN, Bluetooth Low Energy (BT LE), ANT+, USB
SchutzklasseIPX7 (Wasserdicht)
Akkulaufzeit15h
Aufzeichnungsinterval1-sec
AlarmfunktionLED, Audio
HintergrundbeleuchtungJa
Echtzeit-DatenLive-Standort teilen möglich (mit Smartphone-Verbindung)
Navigation- Turn-by-Turn Navigation
- Abbiegehinweise
- kein dynamisches Routing (Neuberechnung)
Kompass-TypMagnetisch
Höhenmeter-SensorBarometer
Verbindungen (ANT+ Protokoll)- Wattmesser (Powermeter)
- Herzfrequenz
- Kadenz
- Geschwindigkeit
- Fahrrad-Radar
- Schaltungssteuerung (elektrische Schaltgruppen) und Anzeige
Verbindungen (BT LE)- Wattmesser (Powermeter)
- Herzfrequenz
- Kadenz
- Geschwindigkeit
Sonstige Sensoren- Thermometer
Display- Monochrom (keine Farben, hoher Kontrast)
- 2,2"
Speicher2,78 GB
Größe / Gewicht74 x 46 x 22 mm - 62g

Element Bolt und seine Funktionen

Im Detail betrachtet finde ich bei GPS-Radcomputern folgende Kategorien am spannendsten: Basisfunktionen und Features (Akku, Display, Bedienbarkeit/Nutzerfreundlichkeit), Navigation (GPS Genauigkeit, Tracks, Synchronisierung) und Sportfunktionen (Training, Strava). Diese stelle ich im Folgenden vor.

Elemnt Bolt – Ein Hybridgerät

Zur grundlegenden Bedieung des Bolts muss man sagen, dass er kaum eigenständig zu benutzen ist. Anders als bei Garmin setzt man bei Elemnt sehr Stark auf eine Hybrid-Bedienung. Ein Teil der Bedienung erfolgt am Gerät, der andere Teil am Smartphone. Diese Kombination aus App und Device hat Stärken und Schwächen.

Wahoo geht einen rudimentär anderen Weg als Garmin bei der grundsätzlichen Gestaltung des Geräts. Statt alle Einstellungen auf dem Gerät vornehmen zu können (und damit das Gerät in Funktionsumfang, Menüoptionen und Bedienbarkeit zu überladen) wird man immer den Bolt auch mit einem Smartphone koppeln müssen. Um wirklich alle Einstellungen zu erreichen und alle Features nutzen zu können. Prinzipiell kann der Bolt ganz ohne Smartphone die wesentlichen Punkte (bereits synchronisierte Strecke laden und Route zeigen, Fahrt aufzeichnen, externe Sensoren koppeln, etc.) bedienen. Aber nur mit Smartphone wird es eine runde Sache.

Datenblätter personalisieren

Prinzipiell ist der Bolt schon sehr smart eingerichtet, die meisten Seiten ergeben von Grund auf Sinn für den Rennradfahrer. Hier merkt man die Stärken eines Geräts, welches seine Zielgruppe sehr gut kennt. Während man beim Garmin immer erst die Datenseiten für seine Bedürfnisse anpasst, ist der Bolt von Haus aus gut eingerichtet. Möchte man aber doch Datenfelder anpassen, dann passiert dies in der App.

Datenfelder werden nach Priorität selektiert. Das bedeutet, diese Daten erscheinen möglichst weit oben. Wenn ihr eine Seite auf dem Bolt öffnet, dann erscheint im ersten Moment eine Auswahl von wenigen (ca 4-6 Datenfelder) bis viele (ca 12-16 Datenfelder). Um die Zahl der Datenfelder zu vergrößern oder verringern müsst ihr einfach den Zoom-In oder -Out Knopf drücken. Die Bedienung ist intuitiver, als es sich hier in Theorie liest.

Insgesamt kann man alle Datenfelder so belegen wie man es sich wünscht. Wenn auch Spielereien oder Sonderwünsche auf der Strecke bleiben könnten (ein Datenfeld als Karte oder Steigung als Diagram, daneben dann Geschwindigkeit und Uhrzeit oder einen Tacho anzeigen geht nicht).

Montage und Adapter

Auf dem Markt findet man deutlich mehr Optionen für Garmin Adapter am Lenker als für Wahoo Geräte. Zwar sind die Knopfzellen-großen 90° Verschlüsse nahezu identisch, jedoch nicht gleich. Zum Ärger der Kunden musste Wahoo einen um fast 45° gedrehten Montagestandard entwickeln, der nicht kompatibel ist zu Garmin. Deshalb behilft man sich mit Adaptern, welche von Wahoo auf Garmin adaptieren. Oder man muss eben spezielle Halter für das Wahoo Gerät bestellen, welche nicht so verbreitet sind wie der Garmin-Standard. Für die meisten Lenker wird man aber immer etwas finden.

Optional gibt es immer den Weg über einen Adapter. Solche findet man zuhauf im Internet. Entweder ist es ein Verbindungsstück (wie in den Fotos hier drunter) oder man wechselt das Plastikteil von Garmin auf Wahoo Standard (ein Inlet in der Halterung).

Batterie und Akkulaufzeit

Mit 15 Stunden Laufzeit hat man mit dem Bolt auch in etwa das Ende der Fahnenstange erreicht. Was GPS Computer und Smartphones angeht. Viel mehr wird man heute aus einem vergleichbaren Gerät, welches GPS Daten berechnet und auf einem Display darstellt, kaum raus holen. Der Bolt hat ein monochromes Display, welches denkbar wenig Akku ziehen dürfte. Jedoch ist das Gerät auch sehr klein und der Akku entsprechend dimensioniert. Geräte mit farbigen Displays brauchen etwas mehr Energie, aber sind meist auch größer. Die Laufzeit kommt meist etwa aufs selbe raus.

Im Marktvergleich mit anderen Geräten im gleichen Segment ist der Bolt eher an der Spitze der Akkulaufzeit. Die 15 Stunden kann man durchaus erreichen, wenn die Display Beleuchtung aus ist und ihr nicht allzu viele Sensoren angeschlossen habt. Bei starker Nutzung (mit Display, einem Kadenz-, Herzfrequenz- und Wattmesser) sinkt die reelle Akkuleistung auf 10 Stunden oder gar weniger.

Nach vielen Jahren der Nutzung erwarte ich, dass der Bolt auch wirklich nicht mehr als 10 Stunden hält. Bei meiner Fahrt kürzlich zur Ride Far Challenge war ich etwas unter 10 Std unterwegs (200km Strecke). Der Bolt hatte dann am Ende des Tages 15% Akku übrig. Und die Bedingungen für die Laufzeit waren dabei auch denkbar günstig, denn auch das Wetter muss mitspielen.

Bei extremen Wetter kann die Akkulaufzeit auch stark schrumpfen. Beispielsweise hatte ich im Sommer das Problem, dass das Gerät bei durchgehender Sonneneinstrahlung nach wenigen Stunden keinen Akku mehr hatte. Deutlich unter meinem Erwartungswert. Die gemessene Temperatur war dabei weit über 40°, da die Sonne auf den Bolt ziemlich drauf geknallt hat. Und der Bolt in dem Moment in einer Tasche unter einer Bildschirm-Folie lag (weil ich ohne den Adapter am Lenker gefahren bin). Solche Überhitzungen sollte man vermeiden. Auch wird der Akku bei Temperaturen unter 0° deutlich an Laufzeit verlieren. Aber dies gilt für alle elektronischen Geräte heutzutage (mit Lithium-Ionen Akku).

Navigation am Bolt

Navigieren ist einer, wenn nicht gar der wichtigste Aspekt, bei der Auswahl eines GPS Radcomputers. Nicht nur die Fahrt wird mittels GPS erfasst, auch die geplante Route muss zu sehen sein. Hier muss man seine Ansprüche kennen und mit den Optionen auf dem Markt vergleichen. Ist eine Turn-by-Turn Navigation wichtig? Soll es Navigationsansagen geben? Beim Verfahren soll die Route automatisch angepasst werden? Je nach Vorliebe wird man ein Gerät und dessen Ansatz eben gut oder schlecht finden. Der Elemnt Bolt geht einen ganz eigenen Weg hier.

Routen auf dem Bolt werden als Pfeil-Linie angezeigt. Du folgst dem Weg wie einer Brotkrümel-Spur. Kombiniert mit einem Positions-Pfeil kannst Du direkt sehen, ob Du noch auf der Route ist oder nicht. Ob man gleich abbiegen muss oder gerade aus fährt. Da steckt nicht viel Logik und dynamische Berechnung dahinter, sondern ein eher statisches System, welches schnell als Information aufgenommen werden kann.

Man könnte meinen, dass mehr Informationen und mehr Funktionen immer besser sind. Abbiegehinweise und Animationen, automatische Routen-Umplanung beim Verfahren, mehr Farben und Details… aber was davon hilft wirklich sich schnell zurecht zu finden? Manchmal ist weniger eben mehr. Beim Navigieren ist das das Motto des Elemnt Bolt.

Es gibt eben keine dynamische Umlenkung, wenn man sich verfährt. Auch wird man Farben nicht finden. Abbiegehinweise kann man optional hinzu schalten. Dann erscheint ein Pfeil, Straßenbezeichnung und das Gerät piepst rechtzeitig. Eine Funktion, die ich relativ bald abgeschaltet habe. Für mich ist die schlichte Navigation am zugänglichsten, da ich kurz auf das Gerät blicke und im Sekundenbruchteil einschätzen kann wo ich stehe und wo es lang geht.

Dieser Ansatz ist nicht Jedermanns/-Fraus Sache. Gerade wenn man eben nicht hektisch und schnell unterwegs ist, sondern etwas an die Hand genommen werden möchte, dann wird man mit dem Elemnt Bolt und seiner Navigation nicht glücklich. Auch heraus zoomen und hin- und her bewegen ist damit nicht, um sich die Umgebung aus der Vogelperspektive anzusehen.

Im direkten Vergleich der im Navigationsumfang fast gleichwertigen Edge 530 (Garmin, rechts) und dem Elemnt Bolt (links) kann man die Unterschiede gut sehen. Es zeigt jeweils den gleichen Ausschnitt an, jedoch hat man eben mal mehr und mal weniger Details. Um die zusätzlichen Details auf dem Garmin wahrzunehmen muss man jedoch auch eine Sekunde länger drauf sehen. Zudem wird sich das Display und der Pfeil drehen / animieren, sobald man abbiegt. Das kann störend und hilfreich sein, je nach eigener Präferenz.

Ein letzter Vorteil des monochromen Displays am Bolt ist, dass es immer sehr gut ablesbar ist. Egal ob die Sonne drauf knallt oder ob es schattig ist. Man kann die konstrastreiche Darstellung immer gut und schnell ablesen.

Routen laden und speichern

Um Routen auf das Gerät zu bekommen ist eine Verbindung zu einem externen Dienst notwendig. Welchen man über die Smartphone-App installiert. In der Regel werden das Komoot und Strava sein, welche ich hier im Detail auch kurz zeigen möchte.

Ihr erstellt eine Tour in eurem Strava Account. Entweder in der App oder auf dem Desktop. Diese Route wird nun automatisch in eurer Wahoo App auswählbar sein, wenn ihr die App mit Strava (oder einem beliebigen anderen Anbieter) verbunden habt.

Falls dies nicht klappt, dann kann man auch eine Route direkt als Datei in der App importieren. Dazu müsst ihr aus einem Portal die Route als GPX Datei exportieren und auf euer Smartphone bekommen. In meinem Beispiel öffne ich die Komoot App, öffne dort eine Strecke und lade diese als GPX herunter. Nun kann ich unter Downloads auf dem Handy die Datei wiederfinden und öffnen. Android schlägt mir dann verschiedene Apps zum Öffnen der Datei vor, darunter die Wahoo App. Dort öffne ich die Datei und kann sie direkt an den GPS Computer weiterleiten.

Andere bekannte Fehler:

  • Routen über eine lange Strecke (>300km) können häufig aufgrund ihrer Größe nicht importiert werden; denkt vorher daran die Route in mehrere Etappen zu teilen.

Strecken die einmal importiert werden verbleiben auf dem Gerätespeicher. Man muss also eine Route nicht neu laden, wenn man sie noch mal fahren möchte.

Routen neu erstellen – Umleitungen einbauen – Zurück zum Start

Im Fall der Fälle unterstützt der Bolt auch mehrere Alternativen um die Route anzupassen. Beispielsweise wenn man eine Umleitung braucht, weil eine Fähre nicht fährt oder eine Baustelle auftaucht. Oder weil man einfach den Weg zurück zum Startpunkt nicht ohne weiteres finden würde. Diese Optionen zum Re-Routing unterwegs habt ihr.

Auf dem Handy kann man die App öffnen und zu einem beliebigen Punkt eine Route erstellen. Diese schickt man ans Gerät und hat die Route vor sich. Beispielsweise wenn man die auf Komoot erstellte Route nicht abfahren kann, dann baut man sich so schnell eine Umleitung, bis man auf dem ursprünglichen Weg wieder raus kommt. Danach wieder die Komoot Route auswählen und weiter gehts.

Direkt auf dem Gerät kann man auch die „Zurück zum Start“-Option auswählen. Das bedeutet einfach nur, dass die Strecke ab diesem Punkt umgekehrt wird und man fährt genau den gleichen Weg zurück. Das GPS Gerät wird keine Routenberechnung machen, um beispielsweise einen kürzeren Weg zum Start zu finden. Dazu müsste man wieder die App öffnen und dort eine neue Route zum Start anlegen, die dann dynamisch erstellt werden würde.

Denkt daran, dass euer Smartphone eine Verbindung zum Internet benötigt um die Routen zu erstellen. Solltet ihr diese Routen im Urlaub erstellen wollen, dann muss Roaming aktiviert werden und im besten Fall ein Datenguthaben verfügbar sein.

Kartendaten

Beim Elemnt Bolt sind weltweite Kartendaten verfügbar. Diese müssen in der App ausgewählt und auf dem Endgerät heruntergeladen werden. Eine WLAN-Verbindung des Bolt ist dazu Pflicht. Die Daten werden nicht über das Smartphone zum Endgerät weitergeleitet. Dies gilt übrigens auch für das Synchronisieren (siehe unten).

Sportfunktionen

Als Rennradsport-Enthusiast wird man den Bolt auch immer auf dem Radar haben. Denn dies ist die Kern-Zielgruppe des Bolt. Ursprünglich hat man sich aus diesem Bereich heraus entwickelt und so von den Mitbewerbern abgegrenzt. Während andere Hersteller auf Multi-Funktion setzen und eine breite Käuferschicht ansprechen wollen ist der Bolt leicht, auf Sportfunktion ausgelegt und selbst die Halterung am Lenker ist aerodynamisch. Den Einsatz im Sport wollen wir hier im Detail näher betrachten.

Sensoren koppeln

Wie oben in der Tabelle gezeigt unterstützt der Bolt BTLE (Bluetooth Smart oder Bluetooth Low Energy) und auch ANT+. Beides sind die gängigsten Standards zum Koppeln von Fitnessgeräten, praktisch alle Geräte auf dem Markt unterstützen ANT+ oder BTLE. Egal ob Pulsgut, Wattmesser oder ein Kadenz-/Trittfrequenzmesser.

Wie folgt könnt ihr einen neuen Sensor mit dem Bolt verbinden. Das geht super leicht, direkt über die GPS Einheit (ohne Smartphone).

Optional kann ein Gerät auch kalibriert werden (wichtig beim Wattmesser). Diese Option findet ihr, wenn ihr einen Sensor in der App oder am Bolt selektiert und auf „Mehr“ tippt. Hier werden dann Optionen zur Kallibrierung angezeigt, falls euer Sensor (Powermeter) diese Option mit dem Protokoll unterstützt.

Strukturierte Trainings

Einen strukturierten Trainingsplan zu absolvieren ist ein Schlüsselelement für Rennradfahrer. Mit einem Wattmesser ausgestattet kann man gezielte Intervalle fahren, die auf die Sekunde genau bestimmt sind. Ein echter Boost für das Training und die Zeiteffizienz. Mit dem Bolt habt ihr ein Gerät, welches diese Funktionen sehr gut unterstützt und darstellt. Wenn auch (wie immer) etwas rudimentär.

Ein geplantes Training kann man innerhalb der lokalen Datenbank auf dem Gerät auswählen oder von einem Anbieter synchronisieren. Beim Synchronisieren sind die Anbieter Training Peaks, TrainerRoad oder Today’s Plan aktuell verfügbar (Anfang 2021). Diese Liste wird sich mit der Zeit bestimmt verändern.

Die einzelnen Trainings könnt ihr auch direkt auf dem Gerät auswählen. Hier sind mehrere vordefinierte Pläne schon drauf. Zusätzlich findet ihr dort die synchronisierten Trainingsplan-Dateien (im .fit Format).

Während eines Trainings kann man schnell zwischen den Segmenten hin und her springen oder pausieren. Die Bedienung funktioniert hier wieder so leicht und intuitiv wie die meisten Einstellungen. Ich hatte zumindest bei Trainingsfahrten immer an der Kreuzung schnell den Knopf zum pausieren gefunden. Wenn ein Interval nicht mehr bis zur nächsten Kreuzung rein passt, dann konnte ich auch immer schnell im Plan zurück springen wenn die Straße wieder frei war.

Strava Verknüpfung / Segmentfahren

Für viele Fahrer auch kaum wegzudenken heute: Strava Segmente. Für die Verknüpfung und Anzeige eines Live-Segment-Abschnitts auf dem Bolt muss man einen Strava Premium Account haben. Dann sieht man immer direkt auf dem Gerät, wie lange das Segment (in Meter und Zeit – geschätzt) ist. Zudem kann man damit immer gegen seinen Schatten fahren.

Element Bolt vs Garmin Edge 530 vs Elemnt Roam

Der Bolt ist eine Stufe unterhalb der beiden größeren Brüder. Kann aber im Funktionsumfang praktisch immer mithalten. Was ihn genau von den beiden Geräten unterscheidet seht ihr in dieser Übersicht:

Hersteller - Name
Garmin - Edge 530
Wahoo - Elemnt Bolt
Wahoo - Element Roam
Bild
Garmin Edge 530 – GPS-Fahrradcomputer mit 2,6“ Farbdisplay, umfassenden Leistungsdaten, vorinstallierter Europakarte zur Navigation & bis zu...
Wahoo ELEMNT BOLT GPS-Fahrradcomputer
Wahoo Fitness ELEMNT ROAM GPS Bike Computer, Black
Bewertung

Gut - Massiver Funktionsumfang und sehr gut im Test, lediglich die Zugänglichkeit wirkt überladen. Kleinere Fehler im Test und Schitzer in der Nutzbarkeit kosten Punkte.

Sehr Gut - Schlicht und einfach zu bedienen, enthält alle wichtigen Funktionen. Fokus auf sportliche Nutzer, die ein elegantes und leichtes Navi wollen.
- kein Test verfügbar
Display
Farbdisplay - 246x322 pixel auf 2,6" Display
Monochrom - 2.2"
Farbdisplay - 240x400 pixel auf 2,6" Display
Akkulaufzeit
20h (laut Hersteller) - 9h im Test (ohne Sleep-Funktion)
15h (laut Hersteller) - Effektiv 12h (ca im Test)
17 (laut Hersteller) - kein Test vorliegend
Speicher / Kartenmaterial
16GB - Fahrradkarten (Garmin)
2,78GB - Weltweite Kartendaten, separate Downloads
2,78GB - Weltweite Kartendaten, separate Downloads
Größe / Gewicht
50 x 82 x 20 mm
74 x 46 x 22 mm - 62g
58 x 89 x 18 mm - 95g
Sensoren
Bluetooth LE
ANT+
WLAN
GPS / GLONASS / Galileo
Barometer / Höhenmesser
Thermometer
Bluetooth LE
ANT+
WLAN
GPS / GLONASS / Galileo
Barometer / Höhenmesser
Thermometer
Bluetooth LE
ANT+
WLAN
GPS / GLONASS / Galileo
Barometer / Höhenmesser
Thermometer
Aktueller Preis
239,99 EUR
239,99 EUR
450,00 EUR
Hersteller - Name
Garmin - Edge 530
Bild
Garmin Edge 530 – GPS-Fahrradcomputer mit 2,6“ Farbdisplay, umfassenden Leistungsdaten, vorinstallierter Europakarte zur Navigation & bis zu...
Bewertung

Gut - Massiver Funktionsumfang und sehr gut im Test, lediglich die Zugänglichkeit wirkt überladen. Kleinere Fehler im Test und Schitzer in der Nutzbarkeit kosten Punkte.
Display
Farbdisplay - 246x322 pixel auf 2,6" Display
Akkulaufzeit
20h (laut Hersteller) - 9h im Test (ohne Sleep-Funktion)
Speicher / Kartenmaterial
16GB - Fahrradkarten (Garmin)
Größe / Gewicht
50 x 82 x 20 mm
Sensoren
Bluetooth LE
ANT+
WLAN
GPS / GLONASS / Galileo
Barometer / Höhenmesser
Thermometer
Aktueller Preis
239,99 EUR
Bei Amazon
Hersteller - Name
Wahoo - Elemnt Bolt
Bild
Wahoo ELEMNT BOLT GPS-Fahrradcomputer
Bewertung

Sehr Gut - Schlicht und einfach zu bedienen, enthält alle wichtigen Funktionen. Fokus auf sportliche Nutzer, die ein elegantes und leichtes Navi wollen.
Display
Monochrom - 2.2"
Akkulaufzeit
15h (laut Hersteller) - Effektiv 12h (ca im Test)
Speicher / Kartenmaterial
2,78GB - Weltweite Kartendaten, separate Downloads
Größe / Gewicht
74 x 46 x 22 mm - 62g
Sensoren
Bluetooth LE
ANT+
WLAN
GPS / GLONASS / Galileo
Barometer / Höhenmesser
Thermometer
Aktueller Preis
239,99 EUR
Bei Amazon
Hersteller - Name
Wahoo - Element Roam
Bild
Wahoo Fitness ELEMNT ROAM GPS Bike Computer, Black
Bewertung
- kein Test verfügbar
Display
Farbdisplay - 240x400 pixel auf 2,6" Display
Akkulaufzeit
17 (laut Hersteller) - kein Test vorliegend
Speicher / Kartenmaterial
2,78GB - Weltweite Kartendaten, separate Downloads
Größe / Gewicht
58 x 89 x 18 mm - 95g
Sensoren
Bluetooth LE
ANT+
WLAN
GPS / GLONASS / Galileo
Barometer / Höhenmesser
Thermometer
Aktueller Preis
450,00 EUR
Bei Amazon

Letzte Aktualisierung am 11.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Fazit

Der Bolt ist ein treuer Begleiter und erfüllt die meisten Funktionen mit Leichtigkeit. Super Akkulaufzeit und eine mehr als ausreichende Navigationsfunktion. Fürs Training genauso gut geeignet wie zum Synchronisieren dieser Aktivitäten mit Strava, Komoot und vielen anderen Apps. Ich bewerte den Bolt mal aus meiner Perspektive in mehreren Fragen:

Würde ich den Elemnt Bolt weiterempfehlen?

Ja. Ich würde den Bolt immer als Einsteiger-Option empfehlen. Er ist nicht zu teuer, kann aber praktisch alles was man braucht. Zudem wird man mit der Bedienung sehr schnell zurechtkommen.

Was ärgert mich am Elemnt Bolt?

Mit der Synchronisierung zwischen Bolt und Strava/TrainingPeaks/Komoot gibt es häufig Ärger. Entweder werden Fahrten nicht hochgeladen (und ich muss diese manuell hochladen) oder ein Training oder Strecke wird nicht angezeigt. Das passiert in letzter Zeit häufiger und den Bewertungen und Kommentaren zu Folge (in den App-Stores) ist das kein Einzelfall. Scheinbar gibt es immer Authentifizierungsschwierigkeiten zwischen den ganzen Apps. Darüber berichte ich in einem separaten Beitrag zum Thema „Problembehandlung mit dem Elemnt Bolt“.

Würde ich lieber mit dem Garmin Edge 530 oder Elemnt Bolt losfahren?

Aktuell nutze ich beide Geräte sehr häufig und sehr gerne. Tendenziell mag ich den Bolt lieber. Jede Funktion liegt 1-2 Knopfdrücke näher. Ich kann ohne Nachdenken das Gerät bedienen. Bin aber als Langjähriger Elemnt-Nutzer auch deutlich vertrauter mit dem Gerät.

Und wie ist Eure Meinung zum Bolt? Habt ihr noch eine Frage die hier nicht behandelt wurde? Schreib mir einen Kommentar!